„Sport vermittelt Werte“ – Verena Bentele
12-fache Paralympics-Siegerin im Biathlon und Langlauf
„Sport vermittelt Werte, die wir heute mehr denn je brauchen: Mut, Respekt, Teamgeist und die Bereitschaft, immer wieder neu anzufangen. Für mich ist Sport pure Emotion, weil er sichtbar macht, was Menschen erreichen können, wenn sie an sich glauben und sich etwas zutrauen. Das verkörpert das Münchner Sportfestival in besonderer Weise. Es senkt die Schwelle, es öffnet Räume. Ohne Leistungsdruck, ohne Erwartungen – einfach ausprobieren, neue Sportarten entdecken, ins Unbekannte gehen. Und genau dort, in diesen ersten Versuchen, entsteht oft etwas sehr Kraftvolles: echte Begeisterung, wachsendes Selbstvertrauen und nicht selten eine Leidenschaft, die das Leben verändert. Für mich beginnt hier der eigentliche Weg im Sport: Wer Bewegung für sich entdeckt, bleibt selten stehen. Aus Neugier wird Können, aus Können wird Vertrauen, und aus Vertrauen entsteht die Bereitschaft, sich weiter zu entwickeln, über sich hinauszuwachsen und Ziele zu erreichen, die anfangs weit entfernt schienen. Wenn ich an die Olympischen und Paralympischen Spiele 2026 in Italien denke, bei denen ich vor Ort mitgefiebert habe, sehe ich diesen Weg verdichtet: Jahre harter Arbeit, tägliche Disziplin, Rückschläge, kleine Fortschritte – und dann diese seltenen Momente, in denen all das zusammenkommt und sichtbar wird, was über lange Zeit gewachsen ist. Diese Energie, diese Kraft wünsche ich mir auch für Deutschland. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass Olympische und Paralympische Spiele wieder nach Deutschland kommen. Mitmach-Events wie das Münchner Sportfestival sind für diese Perspektive sehr wertvoll, denn hier kann alles beginnen – im ersten Versuch, im gemeinsamen Erleben, im Dranbleiben, wenn es schwierig wird. Im vorigen Jahr habe ich Anja Rolfes kennengelernt. Sie hat beim Sportfestival vor zehn Jahren erstmals Crossminton ausprobiert. Im vergangenen Jahr wurde sie Weltmeisterin im Doppel. Solche Geschichten zeigen, was möglich ist, wenn man Menschen den Raum gibt, anzufangen.“


„Sport verbindet“ – Christina Hering
Zweifache Olympiateilnehmerin über 800 m, Geschäftsführerin der LG Stadtwerke München
„Für mich bedeutet Sport so viel mehr als Leistung oder Medaillen. Er gibt Struktur, Energie und Selbstvertrauen. Vor allem aber verbindet er Menschen. Gerade Kinder und Jugendliche brauchen diese positiven Erfahrungen: sich ausprobieren, Grenzen verschieben, Teil eines Teams sein. Das prägt fürs Leben. Ich freue mich deshalb sehr, in diesem Jahr wieder als Botschafterin dabei zu sein – und diesmal auch in meiner neuen Rolle als Geschäftsführerin der LG Stadtwerke München. Mit unserem Verein werden wir wieder mit einem eigenen Stand vertreten sein. Wir möchten zeigen, wie vielfältig Leichtathletik ist und wie viel Freude Bewegung machen kann. Wir freuen uns riesig darauf, viele Münchnerinnen und Münchner zu treffen und für den Sport zu begeistern. Meine eigene Reise hat genau so begonnen: mit einem Schnuppertraining, mit Neugierde, mit Spaß. Daraus sind über 20 Jahre Leistungssport, unvergessliche Wettkämpfe und zwei Olympische Spiele geworden. Olympia ist für mich bis heute ein Symbol für das, was Sport leisten kann: Menschen zusammenbringen, Emotionen schaffen, eine ganze Stadt elektrisieren. München hat das schon einmal erleben dürfen und ich wünsche mir sehr, dass wir diese besondere Energie wieder in unsere Stadt holen. Das Münchner Sportfestival ist dafür ein perfekter Anfang. Es zeigt, wie viel Dynamik, Vielfalt und Begeisterung in unserer Stadt steckt.“
„Sport gibt Selbstvertrauen“ – Natalie Geisenberger
Sechsfache Olympiasiegerin im Rennrodeln
„Sport hat mein Leben von klein auf geprägt und mir weit mehr gegeben als Medaillen. Natürlich bin ich dankbar für alles, was ich erreichen durfte. Aber das Entscheidende ist für mich etwas anderes: die Freude an Bewegung, Durchhaltevermögen und das Vertrauen in sich selbst. Heute, als Mutter, erlebe ich das aus einer ganz neuen Perspektive. Meine beiden Kinder sind im Kindergartenalter, ständig in Bewegung und wollen alles ausprobieren: Skifahren, Radfahren, draußen unterwegs sein, am liebsten gemeinsam mit unserem Hund. Genau das möchte ich ihnen mitgeben: Neugier, Spaß und die Freiheit, ihren eigenen Weg im Sport zu finden, ganz ohne Druck und ohne den Anspruch auf Höchstleistung. Denn was man durch Sport schon als Kind lernt, begleitet einen ein Leben lang: Selbstvertrauen, Teamgeist, Respekt und Lebensfreude. Es geht nicht darum, Olympiasiegerin oder Olympiasieger zu werden, sondern darum, überhaupt in Bewegung zu kommen und Freude daran zu haben. Als gebürtige Münchnerin freue ich mich besonders, Botschafterin des 15. Münchner Sportfestivals zu sein. Hier können Kinder und Familien Sport spielerisch, vielfältig und ohne Leistungsdruck erleben. Und deshalb wünsche ich mir auch Olympische Spiele in Deutschland, idealerweise in München. Olympia kann Menschen begeistern, Vorbilder sichtbar machen und vor allem Kinder inspirieren, selbst aktiv zu werden. Es wäre eine große Chance, die Kraft des Sports in unsere Gesellschaft zu tragen – nachhaltig, verbindend und über Generationen hinweg.“


„Niedrigschwellige Sportangebote sind so wichtig“ – Dajana Eitberger
Olympiasiegerin 2026 im Rennrodeln
„Ich freue mich sehr, Botschafterin des 15. Münchner Sportfestivals zu sein, weil es den ersten Zugang zum Sport ermöglicht: einfach ausprobieren, spielerisch, ohne Druck, ohne Angst vor Fehlern. So sollte Sport für Kinder sein. Heute, als Mutter, erlebe ich das noch einmal ganz anders. Mein Sohn ist sechs Jahre alt, und ich wünsche mir sehr, dass er ganz viel ausprobiert – Schwimmen, Ballspiele, alles, was ihn interessiert. Gleichzeitig merke ich, wie schwierig es inzwischen teilweise ist, überhaupt einen Schwimmkurs zu bekommen. Das hat mir noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig gute und niedrigschwellige Sportangebote für Kinder sind. Gerade deshalb ist es mir auch ein persönliches Anliegen, jetzt, nach meiner aktiven Karriere, bald auch als Schwimmlehrerin zu arbeiten, um etwas zurückzugeben – damit Kinder früh Sicherheit im Wasser bekommen und Freude an Bewegung entwickeln können. Denn aus diesen ersten Erfahrungen kann später auch mehr entstehen: der Wunsch, sich zu verbessern, an sich zu arbeiten und vielleicht irgendwann auch in den Leistungssport hineinzuwachsen. Ich selbst habe als Kind genau so angefangen – Schritt für Schritt, mit viel Begeisterung und Unterstützung. Im Leistungssport geht es später um Details, um Disziplin, um harte Arbeit und um große Ziele, wie die Olympische Spiele. Aber der Weg dorthin beginnt immer gleich: mit dem ersten Mal, mit Spaß und mit der Freiheit, verschiedene Sportarten kennenzulernen. Das Münchner Sportfestival ist so wertvoll, weil es diesen Anfang möglich macht.“
„Sport gibt einem die Möglichkeit, über sich hinauszuwachsen“ – Magdalena Matschina
Olympiasiegerin 2026 im Rennrodeln
„Sport bedeutet für mich Energie, Gemeinschaft und das besondere Gefühl, gemeinsam etwas zu erreichen. Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Schritte im Sport: das Kribbeln vor dem Training, das Lernen von Technik, das Scheitern, das Wiederaufstehen und das Gefühl, dazuzugehören. Daraus ist meine Leidenschaft für den Leistungssport entstanden. Ich weiß, wie viel Arbeit hinter einer Goldmedaille steckt: Disziplin, Fokus, Vertrauen ins Team und der Wille, sich ständig weiterzuentwickeln. Aber all das hat seinen Ursprung in den ersten, einfachen Momenten. Deshalb finde ich das Münchner Sportfestival so wichtig. Es schafft diese niedrigschwelligen Erlebnisse, bei denen Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene verschiedene Sportarten kennenlernen können, ohne Druck und ohne Leistungsdenken. Sport macht Spaß, führt zu neuen Freundschaften, formt Charaktere und gibt einem die Möglichkeit, über sich hinauszuwachsen.“

